Aspartam Blindtest – Die Macht der Einbildung

Eingebildete Nebenwirkung Aspartam

Studien über den Süßstoff Aspartam

Mit rund 200 wissenschaftlichen Studien zum Thema ist Aspartam einer der meist untersuchten Lebensmittelzusätze der Welt. Doch obwohl die Sicherheit des Süßstoffes bereits viele Male nachgewiesen wurde, gibt es nach wie vor Menschen, die Angst vor angeblichen Nebenwirkungen haben.

Empfindlich gegen Aspartam?
Der Blindtest

Eine in Großbritannien durchgeführte Studie räumt nun mit diesen Bedenken und Vorurteilen auf: Dabei wurden 48 Testpersonen, die von sich selbst behaupten, empfindlich gegen Aspartam zu sein, mit 48 anderen Personen verglichen, denen bei sich selbst keinerlei Sensibilität gegenüber dem Süßstoff aufgefallen war. Allen Personen wurden nun über eine gewisse Zeit lang Müsliriegel verabreicht, die entweder Aspartam enthielten oder nicht – mit dem Ziel zu sehen, ob bei den anfälligen Personen tatsächlich Symptome auftreten würden. Entscheidend dabei: Weder die Testpersonen selbst noch die Experten, die die Ergebnisse analysierten, wussten darüber Bescheid, welche Art von Müsliriegel jeweils verabreicht wurden – jene mit oder ohne Aspartam (Blindtest).

Symptomevergleich mit und ohne Aspartam im Blindtest

Das Resultat spricht für sich: Die Symptome, die manche Testpersonen zu spüren meinten, waren immer dieselben – und zwar auch dann, wenn sie zuvor den Müsliriegel ohne Aspartam zu sich genommen hatten.
Dieses Testergebnis zeigt einmal mehr, dass die Ängste mancher Menschen, die den Konsum von Aspartam für bedenklich halten, unberechtigt sind. Was jedoch beachtet werden muss: KonsumentInnen, die an der seltenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU) leiden, sollten Aspartam meiden – ihnen fehlt das nötige Enzym, um die darin enthaltene Aminosäure Phenylalanin abzubauen. Allerdings betrifft das statistisch betrachtet nur eine von 8000 Personen.
Quelle: http://www.nhs.uk/news/2015/03March/Pages/Research-casts-doubt-on-aspartame-sensitivity.aspx