Schon einmal vom Nährwertkompass gehört?

GDA = Guideline Daily AmountsGesehen hat ihn wohl schon jeder, auch wenn man vielleicht mit dem Begriff nicht sofort etwas an- fangen kann: den Nährwertkompass auf der Verpackung vieler Lebensmittel. Denn viele Hersteller von Lebens- und Genussmitteln haben ihre Verantwortung in punkto bewusster Ernährung erkannt und geben auf ihren Produkten mittels besagtem Nährwertkompasses an, wie viele Kalorien bzw. wie viel Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Natrium pro Portion des besagten Produktes enthalten sind –gemessen in Gramm, aber auch in Prozent der empfohlenen Tageszufuhr (GDA = Guideline Daily Amounts). Als Orientierungsgröße wird dabei der durchschnittliche Bedarf einer erwachsenen Frau herangezogen.

Der Nutzen für die Verbraucher ist klar: Statt diverse Kalorientabellen studieren zu müssen, genügt beim Einkaufen oder beim Essen schon ein Blick auf das Produkt selbst, um festzustellen, wie viele Kalorien man pro Portion zu sich nimmt bzw. wie viele Portionen man von dem Produkt konsumieren müsste, um seinen Tagesbedarf zu decken. Dazu kommt, dass die Mengenangaben in den klassi- schen Kalorientabellen im Alltag oft nur schwer anwendbar sind. Wer zum Beispiel sein Frühstücks- brot zubereitet, streicht wohl kaum exakt 100 Gramm Butter auf sein Brot oder legt dieselbe Menge Schinken darauf – die durchschnittlichen Mengen sind deutlich geringer. Aus diesem Grund führt der Nährwertkompass stattdessen jene Kalorienanzahl an, die in einer durchschnittlich großen Portion enthalten sind.

Die GDA-Werte sind wissenschaftlich fundiert und EU-weit einheitlich: Sie wurden vom Verband der europäischen Ernährungsindustrien (CIAA) berechnet und basieren auf den Ergebnissen des von der EU-Kommission finanzierten EURODIET-Projektes zur Festlegung europäischer Ernährungsrichtlinien.

Weiterführende Informationen: www.oesterreich-isst-informiert.at