Was ist der ADI-Wert?

Veröffentlicht am 23. Dezember 2013 · Zuletzt aktualisiert am 17. August 2026

Die erlaubte Tagesdosis

Veröffentlicht am 23. Dezember 2013 · Zuletzt aktualisiert am 17. August 2026

Der ADI-Wert bezeichnet die Menge eines Stoffes, die ein Mensch nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand lebenslang täglich aufnehmen kann, ohne dass ein erkennbares Gesundheitsrisiko zu erwarten ist. Die Abkürzung ADI steht für „Acceptable Daily Intake“, auf Deutsch „akzeptierbare tägliche Aufnahmemenge“. Für Aspartam beträgt der ADI-Wert 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Bei einer 70 Kilogramm schweren Person entspricht das 2.800 Milligramm beziehungsweise 2,8 Gramm Aspartam pro Tag.

Wer legt den ADI-Wert fest?

Auf internationaler Ebene bewertet der Gemeinsame Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe von WHO und FAO, kurz JECFA, die Sicherheit von Lebensmittelzusatzstoffen und legt entsprechende ADI-Werte fest. JECFA bestätigte 2023 für Aspartam einen ADI-Wert von 0 bis 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

In der Europäischen Union ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, für die wissenschaftliche Risikobewertung zuständig. Über die Zulassung und die rechtlichen Verwendungsbedingungen von Lebensmittelzusatzstoffen entscheiden anschließend die zuständigen Institutionen der Europäischen Union.

Wie berechnet man den ADI-Wert?

Veröffentlicht am 23. Dezember 2013 · Zuletzt aktualisiert am 17. August 2026

In Laborversuchen wird über einen bestimmten Zeitraum hinweg jene Dosis eines Stoffes ermittelt, bis zu der keine unerwünschten Reaktionen auftreten. Diese Menge, die man NOAEL (No-Observed-Adverse-Effect-Level) nennt, wird anschließend durch einen Sicherheitsfaktor (in der Regel 100) dividiert. Damit will man alle Unsicherheiten ausschließen, die zum Beispiel durch die Übertragung der Studienergebnisse vom Tier auf den Menschen oder durch individuelle Unterschiede entstehen könnten.

Beim ADI-Wert handelt es um einen allgemeinen Richtwert, keinen schädlichen Grenzwert. Im alltäglichen Verzehr kann dieser Wert eines Stoffes überschritten werden, ohne dass es dabei zu gesundheitlichen Folgeschäden kommt. Wenn die klinischen und chemischen Daten eines Stoffes auch bei übermäßigem Verzehr keine negativen Effekte aufweisen, muss dafür kein ADI-Wert angegeben werden.1

  1. Zusatzstoffe-Online