Was ist Erythrit?

Was ist Erythrit?

Erythrit, versehen mit der E-Nummer E968, ist ein geruchsloser und hitzebeständiger Zuckeraustauschstoff. Das Süßungsmittel, das den Zuckeralkoholen zugeordnet wird, wurde 1848 zum ersten mal synthetisiert und wird seit 1993 industriell hergestellt. Aktuell ist er in über 55 Ländern zugelassen.

Erythrit ist von Natur aus in mehreren Lebensmitteln enthalten, zum Beispiel in verschiedenen Früchten, Gemüsen und fermentierten Lebensmitteln. In der Produktion wird Erythrit vorwiegend aus Mais- und Weizenstärke gewonnen. 1

Erythrit eignet sich als Zuckerersatz für Diabetiker. Bis auf den rechtlichen Hinweis, dass Erythrit in höheren Dosen abführend wirken kann, sind keine Nebenwirkungen bekannt. Ein Zuckerersatzstoff macht allerdings noch keine gesunde Ernährung aus – er kann aber eine abwechslungsreiche Ernährung gut ergänzen.

Eigenschaften von Erythrit

Der Lebensmittelzusatzstoff schmeckt etwas weniger süß als Haushaltszucker und wird daher in gering höheren Dosen eingesetzt. Erythrit enthält kaum Kalorien und ist zahnschonend. Es ist daher in verschiedenen zuckerfreien Bonbons zu finden. Beim Verzehr bemerkt man einen leicht kühlenden Effekt auf der Zunge. 

Beträgt der Anteil an Erythrit mehr als 10% des Gesamtproduktes, muss – wie bei anderen Zuckeraustauschstoffen – der Warnhinweis „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ auf der Verpackung angeführt werden. In der Küche kann der Zuckeraustauschstoff vielseitig statt Zucker eingesetzt werden – Volumen, Geschmack und Konsistenz sind vergleichbar. Zu beachten ist allerdings die etwas geringere Süßkraft.

Für Diabetiker geeignet und antioxidativ

Da Erythrit keinen Einfluss auf den Insulin- oder Blutzuckerspiegel hat, kann es auch von Diabetikern genossen werden. Der Süßstoff eignet sich auch ideal für Low-Carb Ernährungspläne und andere Diäten.

Zu fertigen Süßstoffen verarbeitet ist Erythrit unter folgenden Markennamen erhältlich:

  • Sera
  • Serapur
  • Erylite
  • Sucolin
  • Xucker Light
  • Zukka
  • Einser zum Süßen

Der Süßstoff verhält sich in seinem Geschmack und Süßverhalten sehr ähnlich wie normaler Zucker. In Rezepten, die mit Haushaltzucker arbeiten, lässt sich Erythrit sehr leicht ersetzen da zur vorgeschriebenen Menge Zucker lediglich 25 Prozent mehr Eryhtrit hinzuzufügen sind, um die selbe Süße zu erreichen. Erythrit kann zum kochen, garen und backen verwendet werden. Besonders häufig wird es in Kaffees und Tees sowie kalten Süßgetränken eingesetzt. Weiters eignet es sich zum Süßen von Salatdressings, Dipps und Saucen.

Was ist es bei Erythrit zu beachten?

In moderaten Mengen kann Erythrit im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung ohne Bedenken genossen werden. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Erythrit vorzugsweise aus Gentechnik-freier EU Produktion stammt. Beim Verzehr höherer Mengen Erythrit kann es allerdings zu Verdauungsproblemen kommen: Symptome wie Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen sind möglich. 2

  1. http://zuckerersatz-info.de/erythritol/
  2. https://www.netdoktor.de/ernaehrung/erythrit/