Aspartam - ein Nervengift?

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 · Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026

Nein: Die EFSA fand in ihrer Risikobewertung keine Hinweise darauf, dass Aspartam das Gehirn oder Nervensystem schädigt. Für die Allgemeinbevölkerung gilt der Süßstoff innerhalb des ADI von 40 mg/kg Körpergewicht pro Tag als sicher; für Menschen mit Phenylketonurie gilt dieser ADI nicht.

Mangelnde Aussagekraft von Studien gegen Aspartam

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 · Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026

Seit über 30 Jahren werden immer wieder Studien über die Verträglichkeit des Stoffes publiziert. Bis heute gibt es allerdings keine Untersuchung, die eine Unverträglichkeit von Aspartam wissenschaftlich bestätigen kann. In den meisten Fällen handelt es sich um experimentelle Studien, die zu keinen eindeutigen Ergebnissen kommen und daher zu viel Raum für Spekulation und Verschwörungstheorien lassen – Verschwörungstheorien die Aspartam als gefährliches Nervengift darstellen wollen.

Der Mythos "Aspartam als Kampfstoff der CIA"

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 · Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026

Wer im Internet nach Informationen über Aspartam sucht, landet recht schnell auf dubiosen Websites und Foren, die sich den gängigsten Verschwörungstheorien widmen. So gehört auch die Geschichte dazu, Aspartam wäre in den 1970er Jahren als Kampfstoff bzw. Nervengift der CIA gelistet worden. Quellen für diese Aussage lassen sich allerdings keine finden. Auffällig ist auch, dass egal auf welcher Seite man über diese Aussage stolpert, diese fast immer auf das Wort genau kopiert ist.

Ein Häufchen weißes Pulver (Aspartam) in einer Glasschale vor blauem Hintergrund.
Ist Aspartam ein schädliches Nervengift?

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bewertet Aspartam als sicher

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 · Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, kam in ihrer umfassenden Risikobewertung von 2013 zu dem Ergebnis, dass Aspartam innerhalb des ADI-Werts von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag für die allgemeine Bevölkerung als sicher gilt. Die EFSA fand außerdem keine Hinweise darauf, dass Aspartam das Gehirn oder das Nervensystem schädigt.

Methanol in Aspartam unbedenklich

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 · Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026

Beim Abbau von Aspartam entsteht neben Asparaginsäure und Phenylalanin eine kleine Menge Methanol. Methanol kommt auch in Lebensmitteln wie Obst und Gemüse vor beziehungsweise kann daraus freigesetzt werden und wird außerdem auf natürliche Weise im Körper gebildet.

Die EFSA berücksichtigte das aus Aspartam entstehende Methanol in ihrer Risikobewertung. Sie kam zu dem Ergebnis, dass es nur einen kleinen Teil der gesamten Methanolexposition ausmacht und bei den derzeitigen Aufnahmemengen kein Sicherheitsproblem darstellt.

Infografik, die den Methanolgehalt verschiedener Lebensmittel und Getränke (z. B. Obst, Gemüse, Säfte) im Vergleich zu Aspartam darstellt.
Methanol kommt unter anderem auch in Tomatensaft oder Orangensaft vor.

Hat Aspartam Nebenwirkungen?

Veröffentlicht am 27. Juli 2018 · Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026

Aspartam wird vom Körper verstoffwechselt in

  1. Asparaginsäure
  2. Phenylalanin
  3. Methanol

Die EFSA und der gemeinsame Sachverständigenausschuss von WHO und FAO, JECFA, haben diese Abbauprodukte in ihren Sicherheitsbewertungen berücksichtigt. Für die allgemeine Bevölkerung gilt Aspartam innerhalb des ADI-Werts von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag als sicher. Für Menschen mit Phenylketonurie gilt dieser allgemeine ADI-Wert nicht, da sie eine streng phenylalaninarme Ernährung einhalten müssen.