Aspartam – ein Nervengift?

giftig nervensystem aspartamAspartam, auch bekannt unter der Bezeichnung E 951, ist einer der meist untersuchten Lebensmittelzusätze die es gibt. Der Stoff ist sowohl in den USA als auch in der EU seit vielen Jahren als kalorienarme Zuckerersatz für Softdrinks, Kaugummis und andere Süßwaren zugelassen. Da Aspartam 200-mal süßer als herkömmlicher Zucker ist, kann es in sehr geringen Mengen eingesetzt werden.

Mangelnde Aussagekraft von Studien gegen Aspartam

Seit über 30 Jahren werden immer wieder Studien über die Verträglichkeit des Stoffes publiziert. Bis heute gibt es allerdings keine Untersuchung, die eine Unverträglichkeit von Aspartam wissenschaftlich bestätigen kann. In den meisten Fällen handelt es sich um experimentelle Studien, die zu keinen eindeutigen Ergebnissen kommen und daher zu viel Raum für Spekulation und Verschwörungstheorien lassen – Verschwörungstheorien die Aspartam als gefährliches Nervengift darstellen wollen.

Der Mythos „Aspartam als Kampfstoff der CIA“

Wer im Internet nach Informationen über Aspartam sucht, landet recht schnell auf dubiosen Websites und Foren, die sich den gängigsten Verschwörungstheorien widmen. So gehört auch die Geschichte dazu, Aspartam wäre in den 1970er Jahren als Kampfstoff bzw. Nervengift der CIA gelistet worden. Quellen für diese Aussage lassen sich allerdings keine finden. Auffällig ist auch, dass egal auf welcher Seite man über diese Aussage stolpert, diese fast immer auf das Wort genau kopiert ist. Da hat sich wohl einfach ein Grubenhund eingeschlichen.

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit erklärt Aspartam für harmlos

Daher hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im Jahr 2013 das Süßungsmittel in der bis dato umfassendsten Risikobewertung genauer unter die Lupe genommen und ist zu dem Schluß gekommen: Aspartam hat in den täglich empfohlenen Mengen (und auch darüber hinaus) keinerlei negativen Auswirkungen auf den den menschlichen Körper oder die menschliche Psyche und weist keine Eigenschaften eines Nervengiftes auf. Ebenso können gängige Mythen wie Aspartam würde das Erbgut schädigen oder Verhaltensstörungen bei Kindern auslösen als falsch erwiesen werden
(Lesen Sie hier die Studie: https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/131210).

Methanol in Aspartam unbedenklich

Ein Stoff, welcher von kritischen Kreisen immer wieder thematisiert wird, ist das beim Abbau von Aspartam im menschlichen Körper entstehende Methanol. Dieser Stoff, der zu den Alkoholen zählt, ist für den Menschen tatsächlich nicht ungefährlich, jedoch kommt er in natürlichen Lebensmitteln in beträchtlich höheren Dosen vor, ohne dass diese als giftig oder gar Nervengift bezeichnet werden:

Der Anteil, den Aspartam als Methanolquelle bei einer durchschnittlichen Ernährung einnimmt, ist sehr gering und solange man seinen Aspartam Konsum innerhalb des empfohlenen Grenzwertes von 40mg pro kg Körpergewicht/Tag hält, werden keine gesundheitsgefährdenden Mengen Methanol freigesetzt. Mit einem Glas Tomatensaft führt man seinem Körper die 4-fache Menge an Methanol zu, als mit der selben Menge eines mit Aspartam gesüßten Getränks.

Hat Aspartam Nebenwirkungen?

Aspartam wird vom Körper verstoffwechselt in

  1. Asparaginsäure
  2. Phenylalanin
  3. Methanol

Alle drei dieser Stoffe haben in den derzeitigen Expositionsmengen (sprich Mengen die sich innerhalb des täglichen Grenzwertes bewegen) keine negativen Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Dieser Grenzwert basiert auf der Menge, die ein Mensch sein Leben lang jeden Tag konsumieren kann, ohne negativen Auswirkungen ausgesetzt zu sein. Um auf herkömmlichem Weg diesen Wert zu überschreiten, müsste eine Frau mit einem Körpergewicht von 60kg mehr als 13 Dosen Dietgetränke täglich trinken. Und auch dann würde es zu keinen von Aspartam ausgehenden gesundheitlichen Schäden kommen, besonders keine, die einem Nervengift nahe kommen.